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Seit einigen Jahren nehmt ihr gemeinsam an verschiedenen Wettkämpfen teil. Nick, wie bist du zum Sport gekommen?

Nick: Ich wollte einfach mal sportlich aktiv werden und wollte mehr als nur laufen. Ich bin  früher ab und zu mal gelaufen und war als Kind auch immer mal schwimmen. Da dachte ich mir, ich mache einfach mal Triathlon.

Und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Nick: Ich schrieb eine Mail an den Verein SC Weyhe und daraufhin meldete sich mein jetziger Guide und Begleiter Benjamin. Seitdem sind wir ein tolles Team und bestreiten einen Großteil unseres Trainings und der Wettkämpfe zusammen.

Bei einem Triathlon geht es oft turbulent zur Sache und es tummeln sich viele Sportler auf einem Haufen. Wie kommuniziert ihr in solchen Situationen miteinander?

Nick: Ja, manchmal geht es echt wild her! Da müssen wir uns dann konzentrieren, dass jetzt nichts misslingt und wir jemanden behindern oder selbst behindert werden. Beim Schwimmen kommunizieren wir über Klopfzeichen: Dauerklopfen auf die linke Schulter heißt "scharf links", einmal in den Nacken fassen bedeutet "langsamer" und wenn ich stehen bleiben muss, fasst Benjamin mir an die Stirn und bremst mich so. Wenn es nach rechts geht, drückt er mich einfach dorthin.
Beim Radfahren ist es dann meist entspannt und wir reden nur, um uns zu motivieren. Außer beim Aufsteigen und Absteigen müssen wir vorsichtig sein, da warten wir lieber etwas, wenn es eng auf der Strecke wird.
Laufen ist unsere schwierigste Disziplin, da muss Benjamin sehr viel mit mir sprechen. Etwa wenn es um die Kurven, nach rechts oder links geht. Nach rechts in die Kurve drückt er mich dann immer mit seiner Schulter. Es ist auch wichtig, dass er mir den Untergrund ansagt oder Hindernisse. Es kommt dann ganz oft „Füße hoch“. Benjamin hat es nicht leicht im hohen Tempo noch die Anweisungen geben zu müssen.

Gibt es eine Situation in eurer Teamkarriere, die euch noch heute zum Schmunzeln bringt?

Nick: Ja, wir schmunzeln eigentlich über viele Situationen im Nachhinein. Zum Beispiel letztes Jahr in Hamburg, bei den Deutschen Meisterschaften, ist ein „normaler“ Athlet beim Schwimmen zwischen uns durchgeschwommen und hat dabei unser Verbindungsseil gelöst. Benjamin musste mich dann erstmal wieder einsammeln. Wir haben da leider etwas Zeit verloren, aber wir lachen mittlerweile darüber.
Aber auch die Zuschauer bringen uns jedes Mal zum Schmunzeln. Es ist einfach ein tolles Gefühl angefeuert zu werden.

Gab es auch schon eine Situation während eines Wettkampfs, bei der ihr an eure Grenzen gestoßen seid?

Benjamin: Es gab zum Glück noch keine Situation, die uns an unsere Grenzen gebracht hat. Letztes Jahr beim Silbersee Triathlon, mussten wir mit dem heißen Wetter etwas kämpfen, da wir die 35°C nicht gewohnt waren. Aber sonst, toi toi toi…

Welche sportlichen Ziele verfolgt ihr für die kommenden Jahre?

Benjamin: Wir möchten dieses Jahr erstmals international bei den Welt-Cups starten. Dazu benötigen wir etwas Glück, da wir noch keine Punkte haben und nur als Nachrücker in Form einer Wildcard teilnehmen dürfen. Aber wir stehen schon auf der Warteliste der ITU.
Selbstverständlich wollen wir Deutscher Meister im Paratriathlon werden. Und natürlich träumen wir auch von den Paralympics. Wir werden dieses Jahr außerdem unsere erste Olympische Distanz beim Chiemsee Triathlon bestreiten.

In einem Team geht es auch um Aufgabenverteilung. Was würdet ihr sagen, trägt jeder von euch zu einem guten Teamwork miteinander bei?

Nick: Das ist definitiv so. Benjamin und ich sind mittlerweile auch gute Freunde geworden und wir verstehen uns auch außerhalb des Sports sehr gut. Das trägt schon mal dazu bei. 
Benjamin managet halt die ganzen administrativen Dinge, da sie für mich fast unmöglich sind. Dafür danke ich ihm sehr. 
Ich gebe halt mein Bestes, um das ganze abzurunden. Ich denke das schaffe ich ganz gut.

Neben eurer sportlichen Karriere verfolgt Nick privat auch noch eine Gesangskarriere. Nick, was bedeutet Musik für dich und trällert ihr beim Training auch ab und zu mal gemeinsam?

Nick: Musik ist für mich ein sehr großer Bestandteil meines Lebens. Ohne sie wäre ich nicht vollkommen. Da kann ich meiner Kreativität einfach freien Lauf lassen. Ja, wir trällern oftmals einfach drauf los und reimen uns etwas zusammen, was manchmal völlig aus dem Zusammenhang gerissen ist. Die Leute dürfen da bloß nicht zuhören! Das wäre wohl ein peinlicher Augenblick. Gerade Benjamin fängt manchmal einfach damit an, um den Schmerz im Training zu vergessen.

Nick, hauptberuflich arbeitest du als Physiotherapeut. Wie viele Stunden die Woche bleiben dir da für Training und Wettkampfvorbereitung zur Verfügung?

Nick: Ich kann das alles eigentlich super miteinander verbinden. Die beiden Arbeitgeber haben Verständnis dafür, wenn ich auch mal für Wettkämpfe einen Tag frei brauche. Und nach der Arbeit wird dann immer fleißig trainiert. Ich trainiere an vier bis sechs Tagen.

Zum Schluss. Nick, du hast die große Chance Behindertensportler des Jahres in Niedersachsen zu werden. Was bedeutet diese Nominierung für dich?

Nick: Diese Nominierung ist eine sehr große Ehre für mich. Ich konnte es erst gar nicht glauben. Aber das beflügelt Benjamin und mich einfach. Unser Projekt, so nennen wir es mittlerweile, wird in der Öffentlichkeit wahrgenommen und das freut uns sehr. Wir wollen einfach andere Sportler mit Handicap erreichen, ihnen Mut machen Sport zu treiben und zu zeigen, dass es auch mit Behinderung geht. Ich möchte einfach ein Beispiel für sie sein.


Wir haben keine Zweifel, dass du der richtige Mann für diesen Titel bist, Nick. Uns habt ihr beiden bereits motiviert und inspiriert. Also liebe Dextro Energy Fans: unterstützt mit uns unseren Sportler und votet noch heute für Nick Hämmerling unter folgendem Link www.bsn-ev.de/online-abstimmung.

Vielen Dank für das offene Interview!

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