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Warum hast du dich gezielt für den Wassersport entschieden? Lag dir das schon immer im Blut?

Es gab keinen Grund warum ich den Wassersport gewählt hatte, eher im Gegenteil. Ich komme eigentlich vom Handball und dachte ich könnte gut schwimmen. Beim Wasserball-Training habe ich dann schnell gemerkt, dass „gut schwimmen“ und Wasserballspielen, zwei verschiedene paar Schuhe sind. Habe mich da aber eingefuchst und bin jetzt auf einem guten Weg meinen Traum, die Olympischen Spiele von Rio 2016, zu erreichen.


Wie kamst du zur Position des Torwarts?

Ich war immer schon groß, was im Wassertor definitiv ein Vorteil ist. Außerdem waren meine Qualitäten im Schwimmen, wie eben schon angesprochen, eher mäßig.


Wie ist der Ablauf bei einem gewöhnlichen Training im Wasser?

Ein gewöhnliches Wasserball-Training gibt es nicht so wirklich. Unser Tagesablauf sieht wie folgt aus: 5:30 Uhr aufstehen 6:00 Uhr Frühtraining. Hier arbeiten wir meistens an unserer Kondition und der Grundlagenausdauer. Um diese Uhrzeit ist es schwer mit dem Ball zu arbeiten, deswegen stehen meist harte Schwimmpläne oder Beintrainingseinheiten auf dem Plan. Danach geht jeder von uns seinem Studium oder Beruf nach. Viele aus meiner Mannschaft beim ASCD gehen auch noch zur Schule. Um 17:30 Uhr treffen wir uns dann im Kraftraum wo, je nach Saisonphase und Trainingszyklus, Kraft und Athletik trainiert werden. Um 19:00 Uhr springen wir dann wieder ins Wasser. Wir schwimmen uns ein, machen Spurts für unsere Schnelligkeit und gehen dann relativ zügig an die Bälle. Hier unterscheiden wir dann zwischen Ballarbeit (Passspiel), Torschuss und Taktik. Wir trainieren 7-8 mal in der Woche + Bundesliga, Champions League und Nationalmannschaft am Wochenende. Also eigentlich ein Fulltime-Job.

Hast du einen spezielle Ernährungsplan für Wettkämpfe?

Eiweißreiche Ernährung ist für unseren Muskelaufbau- und erhalt enorm wichtig. Bei großen Turnieren, wie Europameisterschaften oder Weltmeisterschaften, achten wir natürlich besonders auf unsere Ernährung, damit wir top fit bleiben.

Du wurdest als „Spieler des Tages“ bei deinem Spiel gegen den Waspo 98 Hannover gekürt. Was bedeutet das für dich?

Ich freue mich jedes mal aufs Neue, wenn ich Spieler des Tages werde. Natürlich ist dies auch eine Bestätigung meiner Leistung und ein Ansporn bei jedem Spiel mein Bestes zu geben. 

Nimmst du deine eigene Leistung bei einem Spiel eigentlich direkt wahr, oder wird dir Vieles – ob Erfolg oder Patzer – erst im Nachhinein bewusst?

Natürlich realisiert man schnell ob man einen guten oder weniger guten Tag erwischt hat. Gerade als Torhüter steht man natürlich, im Hinblick auf die Stabilität einer Mannschaft, besonders im Rampenlicht.

Was war das Highlight deiner bisherigen Karriere?

Das Highlight meiner bisherigen Karriere war auf jeden Fall die Saison 2013, bei der wir nicht nur deutscher Pokalsieger wurden, sondern auch Deutscher Meister. Wir hoffen, dass wir die beiden Titel noch einmal nach Duisburg holen können. Der Amatuer Schwimmclub Duisburg ist immer engagiert, seine eigene Jungend zu fördern und diese an die Herausforderungen in der Bundesliga heranzuführen. In der Wasserball-Bundesliga gibt es leider keine Ausländerbegrenzung mehr. Das bedeutet für jeden Verein, der viel Geld aufbringen kann, ist es möglich, fertig ausgebildete Profis aus dem Ausland zu verpflichten. Unser Verein, der in den vergangenen Jahren immer auf die Jugend gesetzt hat, steht nun vor einer sehr großen Herausforderung, die nur mit viel Fleiß und einer mannschaftlichen Geschlossenheit zu händeln ist!

Michael Jordan ist dein sportliches Vorbild, warum?

Michael Jordan hat mich schon immer begeistert. Er war ein vorzeige Athlet ohne Starallüren. Er war immer darauf bedacht, das Beste für sich und seine Mannschaft heraus zu holen.

Hast du ein Motto, das dich antreibt?

Ein direktes Motto habe ich nicht, aber einen Traum: einmal bei den Olympischen Spielen dabei zu sein.

Rio de Janeiro 2016: wir drücken die Daumen! Was fehlt noch zur Qualifikation für die Olympischen Spiele?

Zur Qualifikation fehlt noch ein ganzes Stück. Wenn wir uns im September erfolgreich für die Europameisterschaft qualifizieren, ist es möglich einen Startplatz für Rio bei der EM zu bekommen. Sollte das nicht gelingen wird im April 2016 ein Qualifikationsturnier gespielt. Hier ist dann gleichzeitig auch die letzte Möglichkeit sich zu qualifizieren.

Mehr von Moritz erfahren und sehen, könnt ihr auch im Video von Studio 47 – Stadtfernsehen Duisburg anlässlich zu seiner Nominierung für den besten „Sportler des Jahres 2014 Duisburg“:

Wir drücken Moritz Schenkel ganz fest die Daumen und wünschen ihm viel Energy und weiterhin Erfolg!

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